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FW: WICHTIGER TERMIN FÜR DEN MAUERPARK: „Neuplanung Groth Gruppe“ – Mi 6.3. ab 18 Uhr im Ausschuss für Stadtentwicklung

An die Mitglieder der Bürgerwerkstatt und alle am Mauerpark interessierten Mitbürger!!

am Mittwoch, den 06.03. möchte Bauunternehmer Klaus Groth im Ausschuss für Stadtentwicklung für sein massives Bebauungsvorhaben bei den Bezirksverordneten der BVV-Mitte werben.

Groths Pläne sehen 520 bis 530 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von 54.000 Quadratmetern in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kletterfelsen, Spielplatz und Kinderbauernhof vor.
Die neuen Pläne von Groth unterscheiden sich nicht von der städtebaulichen Figur von Prof. Lorenzen, die wir in unserem gemeinsamen Beschluss Anfang 2011 bereits abgelehnt haben.

Diese erneut aufgetischte Bebauung steht im völligen Widerspruch zur Position der Bürgerwerkstatt, denn das Bauvorhaben gefährdet die Lebensqualität der Nachbarschaft durch Übernutzung des nördlichen Mauerparks;
eine soziale Durchmischung Richtung Brunnenviertel ist bei bei den für Luxuswohnungen extrem hohen Preisen und Mieten ausgeschlossen.
das Baufeld unterbricht das von der Senatsverwaltung geförderte „Grüne Band“ an historisch wertvoller Stelle zwischen der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Bösebrücke.
die Jugendhof Moritzhof wird in seiner zukünftigen Existenz bedroht – der krähende Hahn, grasende Ponys und Kinder an der Schmiede lassen sich wegklagen.
die 40 geplanten Kita-Plätze reichen nicht einmal für neue Bewohner des Groth- Quartiers. Wie der Bedarf an wichtigen öffentlichen Einrichtungen (z.B. Schulen) gedeckt werden kann, bleibt völlig offen.

Als Sprecher und Delegationsmitglieder der Bürgerwerkstatt sehen wir für diese Pläne keine Zukunft und mobilisieren nun gemeinsam mit allen Mauerpark-Initiativen gegen die von Groth geplante Bebauung!

Bitte unterstützt unseren Protest tatkräftig – kommt zur öffentlichen Stadtentwicklungsausschusssitzung in den BVV-Saal!

Wo:
Stadtentwicklungsausschusssitzung im BVV-Saal
Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin

Wann:
Mittwoch, 06. 03. 2013 ab 18.00 Uhr
(“Mauerpark: Neuplanung Groth Gruppe” ist Tagesordnungspunkt 5.3)

Weitere Infos:

Tagesordnung: http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/to010.asp?SILFDNR=2928

Hintergrundinfos und umfangreiche Presse:
http://www.mauerpark.info/2013/02/luxuswohnungen-passen-nicht-zum-mauerpark/

Aktuelle Infos auf Facebook:
https://www.facebook.com/events/272930462840173/
https://www.facebook.com/mauerpark.berlin

Liebe Grüsse und vielen Dank für Eure Unterstützung,

Manja Ehweiner
Rainer Krüger
Alexander Puell

Sprecher der Bürgerwerkstatt

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Mauerpark – der nächste Rechtsbruch kommt!

Mauerpark – der nächste Rechtsbruch kommt!

4. 03. 2013 • 16:15
// KOMMENTAR//: Am kommenden Mittwoch, den 6.3.2013 findet in Berlin-Mitte die nächste Sitzung des Stadtplanungsausschuß statt. Unter dem Punkt “Ö 5.3 Mauerpark: Neuplanung Groth Gruppe BE: Bezirksamt Mitte, Herr Klaus  Groth (Groth Gruppe)” wird die Planung zur Bebauung der Nordfläche des Mauerparks vorgestellt. Die Vorstellung der Bebauungspläne ist politisch eine “denkwürdige Veranstaltung”, weil hier eine festgesetzte “gesamtstädtische Ausgleichsfläche” als “Bebauungsfläche “diskutiert werden soll.

Vorgeschichte:

Nach dem Bauboom in den 90er Jahren hat der Berliner Senat eine Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption (in Ergänzung der Programmpläne des Berliner Landschaftsprogramms/Artenschutzprogramms) entwickelt – diese wurde vom Berliner Abgeordnetenhaus am 19. Februar 2004 beschlossen.
Der Mauerpark wurde darin als “gesamtstädtische Ausgleichsfläche” planerisch festgelegt. Begründet wurde dies mit den eklatanten innerstädtischen Grünflächem-Defiziten in den angrenzenden Bezirken Wedding und Prenzlauer Berg…

Was sind Ausgleichsflächen?

Werden unversiegelte, unbelastete, bisweilen auch ökologisch wertvolle Flächen für die weitere bauliche Entwicklung der Stadt in Anspruch genommen, so sind daraus resultierende Beeinträchtigungen für Natur und Landschaft gemäß Naturschutzgesetz auszugleichen bzw. zu kompensieren. Das heißt, wenn beispielsweise Flächen neu bebaut werden sollen, dann sind in der Regel Maßnahmen zugunsten von Natur und Landschaft vorzusehen, die den Verlust von Funktionen des Naturhaushaltes bzw. des Landschaftsbildes kompensieren. Dies gebietet die naturschutzrechtliche Eingriffs-/Ausgleichsregelung.
Der Mauerpark in seiner Gesamtheit wurde als eine solche Ausgleichsfläche festgelegt – und nach Maßgabe des geltenden Flächennutzungsplan als Grünfläche bezeichnet.
In der praktischen Realität hat der Bezirk Mitte die bestehende Zwischennutzung mit gewerblichen Lagerplätzen weiter geduldet – obwohl es spätestens seit 2004 planerisches Ziel war, dort eine Grünfläche mit gesamtstädtischer Ausgleichswirkung zu schaffen.
Die Bezirksverwaltung Berlin-Mtte hätte spätestens seit 2004 gezielt auf eine Umwandlung als Grünfläche hinarbeiten müssen – und hat dies auch in älteren Mauerparkplänen zum Ausdruck gebracht…

Weiterlesen…:
http://www.pankower-allgemeine-zeitung.de/2013/03/04/mauerpark-der-nachste-rechtsbruch-kommt/